Positive Bilanz

Der Arbeitskreis Asyl konnte seit 2014 schon viele Erfolge bezüglich der Integration von Asylsuchenden in Zwingenberg verbuchen. Diese Erfolge haben ganz unterschiedliche Dimensionen, – es müssen nicht immer die ganz großen Veränderungen sein, sondern  oft sind es nur kleine Schritte und Hilfestellungen, die aber in ihrer Summe große Bedeutung haben.

Sprache als Voraussetzung

So ist es beispielsweise gelungen, nahezu allen Asylsuchenden, die sich längerfristig in Zwingenberg aufhalten und keinen Zugang zu öffentlichen Schulen erhalten haben, die Grundlagen der deutschen Sprache näher zubringen. Viele Asylsuchende besuchen mit hoher Ausdauer die Sprachkurse und es sind merkliche Lernerfolge spürbar.

Erfolgreiche Begleitung während der Asylverfahren

Außerdem wurden schon viele Asylsuchende durch das Anerkennungsverfahren begleitet und wir freuen uns, dass sehr viele Verfahren mit einem positiven Bescheid abgeschlossen werden konnten. In der Praxis konnten viele Hürden durch den Paragaphendschungel genommen werden.

Die Kehrseite der Medaille

Aber wir kennen auch die Kehrseite der Medaille, bei der die Abschiebung in sichere Herkunftsländer angeordnet wurde. Diese Abschiebungen verlaufen in der Regel so, dass die abgelehnten Asylsuchenden ohne Vorankündigung von der Polizei, zumeist nachts, abholt werden. Diese Situation ist gerade für Familien mit Kindern sehr belastend und es besteht kaum eine Chance, sich von den neugewonnenen  Freunden und Bekannten zu verabschieden. Es bedarf sehr viel Engagement und rechtlichen Hintergrundwissen um in solch einer Situation mit den zuständigen Behörden einen festen Abreisetermin vereinbaren zu können. Auch wenn wir den Abschied einzelner Familien sehr bedauern, sind wir sehr froh, diese auch in der Schlussphase des Aufenthalts durch das Bemühen um die Festlegung eines fixen Abreisedatums  geholfen haben zu können.